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Kabelloses Surfen ist schon eine feine Sache. Man spart sich lästigen Kabelsalat und kann sich auch von unterwegs in ein Funknetz einklinken. Einen Nachteil hat die Sache indes: Auf den Frequenzen wird es langsam eng. In Ballungsgebieten können sich W-LAN Nutzer durchaus mal ins Gehege kommen. Wenn der Nachbar auf dem selben Kanal funkt wie man selbst, dann kann es zu Problemen kommen. Das ist wie früher beim CB-Funk: Da konnte auch immer nur einen gleichzeitig auf einem Kanal sprechen (innerhalb eines gewissen Radius zumindest).
Hinzu kommen andere elektrische Geräte, die auch ihren Funk loswerden möchten. Hintergrund ist der, dass das gängige und meist benutzte 2,4 Ghz Band lizenzfrei genutzt werden kann. Genau dieses Band nutzen Geräte nach dem 802.11b/g W-LAN Standard, also so ziemlich alle DSL-Router, die in den letzen Jahren erschienen sind. Aber nicht nur die. Auch die Mikrowellengeräte nutzen dieses Band, ebenso wie Bluetoothgeräte, Funkkameras, Babyphones und andere. Im Rahmen des 2,4Ghz Bandes gibt es nun verschiedene Kanäle, bei den W-LAN Routern in der Regel von Kanal 1 bis 13. Wenn der Nachbar also auf Kanal 5 funkt, kann man sein eigenes Gerät z.B. auf Kanal 11 einstellen. Das funktioniert aber nur bei maximal drei Geräten in unmittelbarer Nähe. Die Abstände bei dicht nebeneinander liegenden Kanälen (z.B. 5 und 6) sind zu gering, als das Störungen ausgeschlossen wären. Das kennen CB-Funker auch: Ist ein anderen Funker auf Kanal 5 unterwegs, man selbst auf Kanal 6, dann kann man sich dennoch ins Gehege kommen, wenn man sich dicht beieinander befindet. Empfohlen werden daher die Kanalbelegungen 1, 6 und 11.
In letzter Zeit kommen nun auch verstärkt Router nach dem neuen W-LAN Standard 802.11n auf den Markt, auch Draft N genannt. Auch diese nutzen das 2,4 Ghz Band. Nun ist es nicht so, dass es nicht auch Alternativen gäbe. Das 5 Ghz Band gibt es schon seit Jahren. Der bereits 1999 eingeführte Standard 802.11a basiert auf dem 5 Ghz Band. Dieses Band ist noch ziemlich jungfräulich, es tummeln sich weit weniger Geräte dort und so liegt es nahe, einfach auf dieses Band auszuweichen. Natürlich hat auch das wieder einen Haken, denn 2,4 Ghz und 5 Ghz Band sind zueinander nicht kompatibel. So können also Router die auf dem 5 Ghz Band funken keinen Client erreichen, der nur 2,4 Ghz Signale empfangen kann.

Die Lösung dafür sind Dualband Router, die beides beherrschen. Dazu gehören beispielsweise die Fritz!Box WLAN 3270, der L-310agn von Lancom Systems, der WRT610N von Linksys oder der Netgear WNDR3300. Bei der Fritz!Box und dem Lancom Gerät ist es so, dass man entweder nur das 2,4 oder das 5 Ghz Band nutzen kann, da diese beiden Geräte über nur ein Funkmodul verfügen. Die Geräte von Linksys und Netgear verfügen über ein zweites Funkmodul, sodass beide Bänder gleichzeitig versorgt werden können, beim Linksys WRT610N sogar auf beiden Bändern nach dem 802.11n Standard.
Relativ neu ist der DIR-855 Dualband Router von D-Link. Mit diesem Nachfolge-Geräts des DIR-655 ist der gleichzeitige Datentransfer auf zwei unterschiedlichen Frequenzbändern (2,4Ghz und 5Ghz Band) möglich. Auf beiden Frequenzen steht der aktuelle W-LAN Standard 802.11n zur Verfügung, es können also Transferraten von bis zu 300 Mbit pro Sekunde erreicht werden. W-LAN Clients können sowohl per PBC (push button Configuration) oder PIN-Eingabe konfiguriert und in das Funknetz eingebunden werden.

D-Link DIR-855
Mit Dualband-Routern kann man also je nach Bedarf für einzelne Anwendungen das 2,4- oder das 5-GHz-Band wählen, was mittelfristig sicherlich für Entlastung im 2,4 Ghz Band sorgen dürfte. Bezahlbar sind die Geräte inzwischen auch und kosten nicht viel mehr als ein herkömmlicher Router. Die Fritz!Box liegt z.B. um etwa 130 Euro, der D-Link DIR-855 ist nur unwesentlich teurer.

Xtreme N450 von D-Link
Während theoretisch erreichbare 300 Mbit pro Sekunde an Übertragungsgeschwindigkeit für normale W-LAN Router das Höchste der Gefühle darstellen, kann der Xtreme N450 von D-Link sogar bis zu 450 Mbit pro Sekunde übertragen. Der Router nutzt hierfür drei räumlich getrennte Datenströme auf 40Mhz breiten Funkkanälen. Dieses Modell versteht sich zudem darauf, auf beiden Frequenzbändern (2,4 und 5Ghz Band) gleichzeitig zu funken. Preislich bewegt sich das Gerät um 150 Euro.

Fritzbox 7390 von AVM
Die Fritzbox 7390 kann ebenfalls gleichzeitig über das 2,4 und das 5 Ghz Band funken. so wie es der zweite Entwurf für den IEEE-Standard 802.11n vorsieht. Der Router beherbergt einen Gigabit-Ethernet Switch mit vier Ports, ein Modem für VDSL und ADSL und eine Telefonanlage. Ein integrierter Anrufbeantworter mit 2GB Speicher zeichnet sowohl Sprachnachrichten als auch eingehende Faxe auf. Schön ist auch die Tatsache, dass ein USB-Port mit an Bord ist, an den auch ein UMTS-Adapter angeschlossen werden kann (siehe dazu DSL per UMTS).
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