Das schnelle VDSL 25 oder VDSL 50 wird von Telekom und Wettbewerbern zügig ausgebaut

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Das schnelle VDSL ist immer mehr im Kommen

Der V-DSL Boom

VDSLDSL wird immer schneller. Waren vor 3 Jahren 6Mbit, also DSL 6000 noch das Nonplusultra, so ist dieser Wert heute eher ein Mindestmaß. Mit Hilfe der V-DSL Technik ist es möglich, deutlich höhere Bandbreiten zu realisieren.

Im Downstream sind bereits heute bis zu 50Mbit/s möglich und 10Mbit im Upstream. Noch mehr Speed gibt es in einigen Gebieten, in denen Kabel-TV Anbieter, wie KabelBW als Alternative zur Verfügung stehen oder Glasfaseranbieter wie wilhelm.tel in Norderstedt. Und Kabel Deutschland plant für die Zukunft, die maximale Bandbreite von derzeit 32 auf 100 Mbit/s zu erhöhen.

V-DSL der Telekom nun auch entkoppelt


Bis Mitte 2009 gab es die schnellen V-DSL Angebote der Telekom nur im Paket mit den Entertain IP-TV Tarifen. Mittlerweile gibt es das V-DSL dort auch einzeln und daher auch preislich günstiger. Auch die Konkurrenten der Telekom bieten verstärkt V-DSL an. Dabei handelt es sich um Bitstrom-Anschlüsse, die technisch von der Telekom zur Verfügung gestellt werden, aber von den Wettbewerbern in Eigenverantwortung vermarktet und verkauft werden.

Mancherorts trifft die Telekom auch Vereinbarungen mit anderen Anbietern. In fünf Städten Niedersachsens baut z.B. EWE Tel das Netz aus, in dreien die Telekom. Auch hier gewähren sich die Firmen dann gegenseitig Zugang zu den Schaltkästen. Der bayerische Regionalanbieter M-net hat unterdessen angekündigt, weiße Breitbandflecken in Erlangen mit VDSL zu erschließen. Ab Mitte 2010 sollen Kunden in acht Stadtteilen der Universitätsstadt mit bis zu 50 MBit/s surfen können. Auch in München und Augsburg treibt M-net den Ausbau voran, dort allerdings in Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten. Der Ausbau in Erlangen soll ein Pilotprojekt für die Region Nürnberg sein.

Bislang vertreibt von den Telekom-Konkurrenten lediglich 1&1 bundesweit ein eigenes VDSL-Angebot. Hansenet und Arcor wollen in Kürze starten. Ein Preiskampf wie in den vergangenen Jahren im DSL-Markt ist aber zunächst nicht zu erwarten. Da die Entgelte an die Telekom recht hoch sind, können die Wettbewerber die von der Telekom gesetzten Preise bestenfalls geringfügig unterbieten.

V-DSL Technik


Auch VDSL setzt immer noch auf der guten alten Telefonleitung auf, auch wenn diese im Vergleich zu ADSL-Angeboten nach dem Ausbau deutlich kürzer ausfällt. Nach oben begrenzt wird die Bandbreite bei allen DSL-Produkten durch die Eigenschaften dieser Telefonleitung, insbesondere deren Länge. Hinsichtlich der Zusage, wie viel Bandbreite am Anschluss tatsächlich bereitsteht, gibt es keine Unterschiede zwischen den verschiedenen DSL-Anbietern, denn sie alle greifen derzeit auf das gleiche Vorprodukt der Deutschen Telekom zurück. Deshalb fallen die Mindestbandbreiten von 27,9 oder 16,7 MBit/s im Downstream sowie 2,7 oder 1,6 MBit/s im Upstream (für die Varianten 50 bzw. 25 MBit/s) bei allen Angeboten identisch aus. Ob man den VDSL-Anschluss bei der Telekom oder bei einem ihrer Konkurrenten in Auftrag gibt, macht derzeit keinen Unterschied. Wie bei ADSL2+-Anschlüssen gibt es keine festen Bandbreitenzusagen, sondern die Modems an den Leitungsenden handeln die Datenrate der Übertragung dynamisch und abhängig von der Leitungsqualität aus.

Kein Anbieter kann jedoch die verfügbare Bandbreite für einen Download in der Praxis garantieren. Selbst wenn die Anschlussleitung die volle Bandbreite hergibt, lassen sich 50 MBit/s mit einer einzelnen Dateiübertragung nur selten voll ausnutzen, denn meist findet sich auf dem Server oder dem Übertragungsweg dorthin noch ein Flaschenhals, der den Datentransfer ausbremst. Bei MBit/s-Übertragungsraten im mittleren zweistelligen oder gar dreistelligen Bereich geraten selbst Download-Beschleuniger an ihre Grenzen. Voll ausspielen kann ein solcher Anschluss seine Vorzüge, wenn mehrere Nutzer sich diesen teilen, denn dann bremsen diese sich gegenseitig nur geringfügig oder im Idealfall gar nicht aus.

In der Werbung erscheint als Blickfang meist nur der Downstream, denn diese Zahl ist größer und damit ein besseres Verkaufsargument als der aufgrund der Asymmetrie deutlich niedrigere Wert für den Upstream. Der wird aber für einen wachsenden Anteil der Kunden immer wichtiger, denn Multimedia-Daten lassen sich per Breitbandanschluss ja nicht nur empfangen, sondern auch versenden. Mit bis zu 10 MBit/s weist ein VDSL-Anschluss im Vergleich zu gängigen ADSL2+-Angeboten immerhin die zehnfache Bandbreite auf und schlägt das derzeit schnellste Kabelangebot immer noch um den Faktor vier. Wer große Datenmengen versenden muss, lernt das bald zu schätzen. Unter idealen Bedingungen lässt sich etwa der Inhalt einer einlagigen DVD per VDSL in gut einer Stunde auf einen Server übertragen.


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