Das schnelle VDSL 25 oder VDSL 50 wird von Telekom und Wettbewerbern zügig ausgebaut

Neues

Datensicherung per Raid
Hardware oder Software RAID?

DSL-Anschluss
Resale oder Vollanschluss?

DSL-Router im Test:
DSL-Router


Das schnelle VDSL ist immer mehr im Kommen

Der V-DSL Boom (2)

V-DSLV-DSL wird in immer mehr Städten ausgebaut. Insbesondere in Ballungsgebieten haben Kunden eine gute Chance, einen der schnellen Anschlüsse erhalten zu können.

Die Telekom wirbt damit, dass VDSL in rund 50 Städten verfügbar sei. Das allerdings ist eine sehr verkürzte Darstellung. Die erwähnten 50 Städte sind tatsächlich größtenteils mit VDSL versorgt. Allerdings reicht die Versorgung bis in die Speckgürtel hinein. Außerhalb des Stadtgebietes wird die Versorgung dann aber schnell sehr lückenhaft.
Die Telekom plant den Ausbau nach wirtschaftlichen Kriterien. Wo die Bevölkerungsdichte hoch ist und eine hohe Nachfrage nach V-DSL-Produkten zu erwarten ist, darf man mit einem zügigen Ausbau rechnen. In kleineren Gemeinden im Speckgürtel einer Großstadt mit lockerer Einfamilienhausbebauung und einem höheren Altersschnitt der Bevölkerung lässt der jedoch mitunter auf sich warten. Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Die Telekom hat ihre Investitionen deutlich heruntergefahren. Viele neue Ausbaugebiete wird es nicht geben.

V-DSL Versorgung


Andererseits lassen sich selbst in Kleinstädten wie dem hessischen Dillenburg oder dem süd­badischen Rheinfelden V-DSL-An­schlüsse buchen. Das mag auf den ersten Blick widersinnig erscheinen, wenn noch nicht ein­mal die Großstädte vollständig versorgt sind. Technisch ist das aber durchaus nachvollziehbar: Die Telekom hat ohnehin vorhandene Vermittlungsstellen, die sich meist im Ortskern befinden, mit V-DSL-Technik und IPTV-Ver­sorgung nachgerüstet. Wer das Glück hat, in deren Nähe zu wohnen, erhält deshalb auf Wunsch einen V-DSL-Anschluss. Abgesetzte Vermittlungseinheiten, sogenannte Outdoor-DSLAMs, die die Versorgung bis an den Rand des Orts tragen, finden sich in diesen Ortsnetzen jedoch nicht, denn dafür wären erhebliche Investitionen nötig. Selbst in einer Kleinstadt lohnt sich also ein Blick auf die Verfügbarkeitsprüfung, insbesondere wenn man im Ortskern wohnt.

V-DSL Technik


Die meisten V-DSL-Kunden können Anschlüsse mit der vollen Bandbreite von 50 MBit/s erhalten. In den Randbereichen des Versorgungsbereichs schaltet die Telekom aber mitunter nur 25 MBit/s. Das ist besonders ärgerlich, wenn man weiß, dass der Nachbar im nächsten oder gar im gleichen Haus mehr Bandbreite erhält (siehe auch Ich bekomme ein langsameres DSL als mein Nachbar!).

Die Telekom entscheidet aber ausschließlich nach Länge der Anschlussleitung. Hat diese nur wenige Meter zu viel, hilft kein Diskutieren oder Betteln – die einmal anhand der Aktenlage über die Leitungswege getroffene Festlegung dürfen die Techniker bei der Schaltung nicht umgehen.

Die Telekom arbeitet bei VDSL offenbar mit ähnlich hohen Sicherheitszuschlägen wie bei ADSL-Anschlüssen. VDSL wird nur geschaltet, wenn die Anschlussleitung mit Standardquerschnitt eine Länge von maximal 900 Metern aufweist. Tatsächlich könnte man diese Entfernung bei 25 MBit/s noch ein wenig überschreiten, ohne dass es zu einer Leistungseinbuße käme. Man darf also erwarten, dass die zugesagte Bandbreite an den meisten Anschlüssen in der Praxis bereitsteht. Tatsächlich gibt es bei VDSL-Anschlüssen kaum Beschwerden über eine zu geringe Geschwindigkeit auf der Anschlussleitung. Es ist jedoch nicht ganz trivial, die tatsächliche Geschwindigkeit eines VDSL-Anschlusses zu ermitteln. Aufgrund der hohen Bandbreiten sind im Internet verfügbare Speedtests meist unbrauchbar und liefern häufig deutlich zu schlechte Ergebnisse.

Um einen genaueren Wert zu erhalten, ist eine Verfügbarkeitsprüfung vonnöten. Online funktioniert das bei der Telekom aber nur, wenn man auch einen Telekom-Telefonanschluss besitzt. Das bedeutet, dass die endgültige Bandbreite erst dann ermittelt und zugesagt werden kann, wenn auch ein Telefonanschluss geschaltet ist. Zwar kann man im Kundenservice auch die Daten und vor allem die Telefonnummer eines Nachbarn angeben. Auf diese Weise erhält man aber nur einen wahrscheinlichen Wert für die eigene Wohnung. Fest zugesagt werden kann eine Bandbreite so nicht.

Wer eines der entkoppelten V-DSL Angebote der Telekom, also ohne die Entertain-Bindung annimmt, muss erstmals mit einer Geschwindigkeitsdrosselung rechnen, die es so bei der Telekom zuvor nicht gab. Wer im Monat mehr als 100GB (im V-DSL 25 Tarif) Datentransfer hat, wird auf 6MBit/s (Downstream) bzw. 0,5MBit/s im Upstream gedrosselt. Dieser Drosselung kann man nur entgehen, wenn man doch einen der allerdings teurerern Entertain-Tarife bucht.


[zu Seite 1]

[ 1, 2 ]



DSL Alternative: Der Fonic Surf-Stick

Lesen Sie auch:

Ich bekomme ein langsameres DSL als mein Nachbar! (Kommt Ihnen das bekannt vor: Sie bekommen nur DSL 1000, der Nachbar aber 6000? Wie kann das sein?)

Die Bandbreiten Tricks (oft heisst es bis DSL 16.000. Je nach Anbieter kann das bedeuten, dass man nur DSL 384 bekommt)

Telefonieren über das Internet (Voice-over-IP ist immer mehr im Kommen. Welche Vor- und Nachteile gibt es?)

DSL Umzug (was man beachten sollte, wenn man umzieht oder einen Providerwechsel vornimmt)

Acer Aspire 7540G (Das Acer Notebook Aspire 7540G-303G32Mn mit Windows 7 im Test)

Green ICT (Umweltbewusstsein auch bei Unterhaltungselektronik. Die grüne Welle erreicht auch die Unterhaltungsindustrie)

Hardware Tipps (versteckte Funktionen bei DVD-Player, Handy, Digitalkamera oder Navi freischalten)

Das Widerrufsrecht beim DSL Vertrag (Verbraucher haben 14 Tage Rücktrittsrecht. Doch in der Praxis lauern Tücken)

Website-Monitoring Programme (Ist die eigene Webseite wirklich immer online im Netz erreichbar? Das können Sie überprüfen.)