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Rechtliches
Die Fallen bei der Flatrate
Arbeitnehmer sollten stets darauf gefasst sein, dass ihr Chef alles überwacht, was sie so an ihrem PC machen.
Zwar ist es rechtlich nicht zulässig, da unverhältnismäßig, die Angestellten vollständig zu überwachen und alles, was sie so im Internet tun, aufzuzeichnen, aber man kann ja nie so genau wissen, ob der Chef sich daran hält. Unternehmen mit einem Betriebsrat (möglich ab fünf festen Angestellten) müssen vor der Einrichtung von Überwachungsmaßnahmen den Betriebsrat jedenfalls vorab informieren, da diesem ein Mitspracherecht zusteht.
Technisch ist eine Totalkontrolle jedenfalls kein Problem. Spionagetools gibt es dazu genügend. Auch mit Hilfe von Windows Bordmitteln ist eine Überwachung jederzeit möglich. Seit dem Service Pack 1 von XP gibt es dazu das remote desktop Protokoll, welches in einer neueren Version auch in Vista implementiert ist. Was als Kindersicherung gedacht ist, kann auch zur Überwachung von Arbeitnehmern missbraucht werden.
Kommerzielle Anwender wie bosseveryware.com werben mit Sätzen wie „Sehen Sie, was andere auf ihren Computern tun“. Das Tool zeichnet auf, welche Anwendung Sie gerade nutzen, welche Webseiten sie besuchen und was Sie in E-Mails eintippen (keylogger). Zudem kann die spyware in regelmäßigen Abständen Bildschirmfotos an ihren Boss senden. Sie merken von all dem nichts, da das tool weder im Systemtray noch im Taskmanager zu sehen ist. Die Software kann leicht vom Systemadministrator im Firmennetzwerk installiert werden, es ist nicht einmal nötig, an ihren Rechner zu gehen.
In der Regel haben Arbeitnehmer nicht die nötigen Rechte, um an ihrem Firmen PC Schutzsoftware zu installieren. Sie können es daher mit dem Windows Explorer oder der Suchfunktion versuchen, spyware auf ihrem Rechner zu entdecken. Bei der Suche sollten Sie die Ordneroptionen so einstellen, dass auch versteckte Dateien angezeigt werden (Start --> Systemsteuerung --> Ordneroptionen --> Ansicht --> Alle Dateien und Ordner anzeigen). Bei Boss Everywhere sollte es Sie z.B. stutzig machen, wenn Sie Dateien namens „BECONFIG.EXE, „BEWREP.EXE“ oder „RMBEW.EXE“ auf ihrem PC finden. Haben Sie solch ein Programm gefunden, können Sie es in der Regel mit einem Antivirenprogramm entfernen. Wenn das nicht möglich ist, hilft nur noch das manuelle Entfernen der Dateien.
Wenn es natürlich möglich ist, dass Sie auf ihrem Rechner Software installieren dürfen, können Sie das Programm X-Cleaner (xblock.com) installieren und ihren Rechner damit nach spyware scannen. Und mit Hilfe von HiJackFree (hijackfree.de) können Sie sich wie beim Windows Task Manager anzeigen lassen, welche Prozesse gerade am Laufen sind, inklusive einiger Zusatzfunktionen.
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