Der neue WLAN Standard 802.15.3c (MIMO)

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Wohin steuert das WLAN?

Die Entwicklung des WLAN

WLANKlar, das WLAN kann gar nicht schnell genug sein. Derzeit steht mit LTE eine neue, schnelle Funktechnik zur Verfügung, mit der Datenraten bis 100 Mbit/s möglich sind. Über Kabel gibt es bereits Anschlüsse die 100.000 Kbit/s liefern und per V-DSL surfen die Kunden derzeit mit bis zu 50 Mbit/s.
Daher sind WLAN-Techniken nötig, die mit dieser Entwicklung Schritt halten.
Mit dem aktuellen WLAN-Standard 802.11n sind theoretisch bis zu 600 Mbit/s möglich. In der Praxis liegt der Wert um ein Vielfaches darunter. Der n-Standard verdoppelt die Bandbreite pro Übertragungskanal auf 40 Mhz. Die tatsächliche Übertragungsrate ist abhängig von der verfügbaren Bandbreite in Hertz. Im Vergleich zum Vorgängerstandard 802.11g funkt die n-Technologie daher beinahe doppelt so schnell. Doch wohin geht die Reise? Was bzw. wie viel lässt sich in der kabellosen Übertragung noch herausholen?



Neue WLAN Techniken

Die Antennen spielen dabei eine wichtige Rolle. Wenn ihr DSL-Router nicht nur über eine, sondern zwei Antennen verfügt, ist das schon ein gutes Zeichen. Zu beachten ist natürlich, dass diese Antennen bei vielen Modellen innen liegend sind. Im Zweifelsfalle fragen Sie also beim Hersteller oder ihrem DSL-Provider nach. Wenn ihr Gerät nach dem n-Standard funkt, können Sie davon ausgehen, dass er über zwei (oder mehr) Antennen verfügt.

Allerdings gibt es auch ältere nicht-n Geräte mit zwei Antennen. Diese arbeiten aber im Switched-Diversity-Betrieb, hier funkt also abwechselnd immer nur eine der beiden Antennen. Seit der Einführung des n-Standards wird die MIMO-Technik verwendet (Multiple Input, Multiple Output). Wie der Begriff Multiple hier schon sagt, können hier beide Antennen gleichzeitig verwendet werden. Mittels MIMO werden räumlich getrennte Datenströme erzeugt (Spatial Streams). So errechnet sich auch die theoretische Maximal-Übertragungsgeschwindigkeit von 600 Mbit/s, die mit dem n-Standard erreichbar ist. Denn mit MIMO können vier Streams á 150 Mbit/s aufgebaut werden. Allerdings wären dazu dann auch vier Antennen nötig. Da die meisten Geräte aber nur zwei Antennen haben, sind bei diesen theoretisch nur 300 Mbit/s erreichbar. Diese Modelle können nur zwei räumlich getrennte Datenströme erzeugen. Es gibt auf dem Markt aber bereits Geräte mit drei Antennen, wie die Fritz!Box 3370. Dieses Gerät kann also drei Streams gleichzeitig aufbauen, was in der Summe dann 450 Mbit/s ergibt. Bei diesem Gerät sind die drei Antennen übrigens innen liegend. Diese Box ist aber nicht Telefon-fähig, sie können Sie also nur als reinen DSL-Router ohne Telefon-Funktionalität nutzen.

Bislang funken WLAN-Router vor allem im 2,4 Ghz-Band. Verstärkt kommen Router in den Handel, die auch den 5 Ghz Bereich nutzen können. Dieser Frequenzbereich ist in Deutschland noch nicht sehr überlaufen, so dass hier die Chance auf ein schnelles WLAN höher ist als im 2,4 Ghz Band. Es stören hier also benachbarte WLAN-Funknetze nicht so sehr. Im Kommen ist die Erschließung kurzwelligerer Bereiche um 57-64 Ghz, hier handelt es sich um Wellenlängen im Millimeter-Bereich, genannt auch mmW oder mmWave. In diesem Millimeter-Bereich lässt sich ein Frequenzband nutzen, welches mit 7Ghz sehr breit ist und daher schnelle Übertragungsraten ermöglicht. Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut realisierte bereits 2009 eine erste MIMO Breitband-Verbindung bei 60 GHz. Damit lassen sich HD-Videodaten in bislang ungekannten Geschwindigkeiten übertragen. Nachteil dieser Technik: Die Reichweite ist recht gering, bislang sind 10 Meter das Maximum. Natürlich widerspricht dies dem Gedanken des WLAN ein wenig, da WLAN ja gerade dazu gedacht ist, Funkwellen über größere Distanzen, z.B. in eine andere Etage zu übertragen. Unter dem Namen 802.15.3c-2009 wird aber in jedem Fall bereits ein Standard für die Millimeter Wave-Technik entwickelt. Da mit dieser Technik auch HD-Daten schnell übertragen werden können, ist es denkbar, dass sie einmal die kabelgebundene Technik (HDMI-Kabel) ersetzen wird. So lassen sich Fernseher, Stereo-Anlage, Media-Server, Smartphone und Computer vielleicht bald alle kabellos miteinander vernetzen.





Fritzbox:
Firmware Anforderungen, bei Störmeldungen. Wenn kein Zugriff auf die Fritzbox möglich ist Tipps und Hinweise: Die grüne Telefonbuchse an der Fritzbox 7570

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