Wenn Sie umziehen oder den DSL-Provider wechseln, ist höchste Aufmerksamkeit gefordert

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Was man bei DSL Umzug oder Providerwechsel beachten sollte

DSL Umzug / Providerwechsel

Wenn man in eine neue Wohnung oder in ein Haus zieht, sollte nach Möglichkeit auch der DSL-Anschluss mit umziehen.

Allerdings ist das nicht immer so einfach. Gerade beim Buchen von Umzügen passieren die meisten Fehler. Entweder der Nutzer selbst macht Fehler, indem er beim Ablauf nicht alles richtig macht, oder der Mitarbeiter an der Kundenhotline ist mit einem Umzug schlicht überfordert. Als ehemaliger Mitarbeiter bei der Telekom weiss ich, dass das Buchen eines Umzuges im System viele Möglichkeiten für Fehler lässt.

Wichtige Grundsätze

Wenn man umzieht, ist es immer gut, wenn man weiss, wer der Vormieter oder Vorbesitzer war. Die Namen kann man z.B. bei der Telekom im internen System sehen. Wenn Sie also z.B. sagen können, Ernst Müller ist der Vormieter, dann kann im System nach diesem Namen gesucht werden und ihr Anschluss in genau dessen Wohnung geschaltet werden, sobald Sie dort einziehen.

Gut ist es auch, bei einem Umzug die genaue Lage der neuen Wohnung anzugeben, z.B. Hinterhaus, dritte Etage links. Denn es ist schon passiert, dass in einem Haus zwei Ernst Müllers wohnten, der eine im ersten, der andere im dritten Stock. Die Leitung wurde dann versehentlich im ersten Stock geschaltet. Das erfreut weder Sie, noch den Herrn Müller aus dem ersten Stock. Aus der Praxis weiß ich, dass solche Fehlbuchungen leider kein Einzelfall sind. Daher sollten Sie ganz genau angeben, in welche Wohnung Sie ziehen. Wenn Sie den Namen des Vormieters nicht kennen, weil die Wohnung z.B. lange leer stand, kann evtl. die Hausverwaltung weiterhelfen. Ist dies auch nicht möglich, kann der Umzug trotzdem gebucht werden, dann ist aber der Besuch eines Technikers vor Ort nötig. Dadurch verzögert sich natürlich die Schaltung um einige Tage.

Die Tücken der Verträge

Wenn man nun seinen Anschluss in der alten Wohnung kündigt, aber feststellt, dass in der neuen bereits DSL liegt, weil es sich z.B. um eine Wohngemeinschaft handelt, dann muss man bei den meisten Providern seinen Vertrag dennoch erfüllen, selbst wenn man die Leistung gar nicht mehr in Anspruch nimmt. Früher war die Telekom z.B. etwas kulanter, inzwischen ist der Ton rauer geworden und man muss zumindest 50% der noch fälligen Monatsbeiträge berappen, um aus seinem Vertrag rauszukommen. Die Anbieter begründen das rechtlich auch korrekt, denn man schließt einen DSL-Vertrag für einen bestimmten Standort ab. Zieht man nun um, ist man quasi selber schuld. Wenn man am neuen Standort natürlich seinen alten Tarif weiterlaufen lässt, ist das kein Problem. In der Regel beginnt aber die Mindestvertragslaufzeit nochmal von vorne. Aber immerhin muss man dann den Vertrag aus der früheren Wohnung nicht mehr erfüllen.

Ist am neuen Standort DSL technisch gar nicht möglich, hängt es vom Provider ab. 1&1 und Versatel entlassen den Kunden in diesem Falle aus dem Vertrag, die Telekom bietet zumindest einen Telefontarif an und verzichtet auf die Erfüllung des DSL-Vertrages. Der günstigste reine Telefontarif der Telekom kostet 16,37 Euro im Monat. Wenn DSL dann in Zukunft möglich sein sollte, kann man auf diesen Telefonanschluss auch ein Resale Produkt eines anderen Anbieters schalten lassen (siehe auch www.dsl-dachs.de/resale-dsl.html).

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