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Ein Auftrag zur Schaltung kann nämlich in solch einem Fall nicht einfach im System eingegeben werden.
Aus meiner Zeit bei der Telekom weiss ich, dass Kunden das schwer verstehen, es ist aber tatsächlich nicht möglich, einen Port bereits zu beauftragen, wenn der alte Port noch belegt ist. Bei der Telekom gibt es lediglich die Möglichkeit, solche Kunden in eine Datenbank einzutragen und den Auftrag dann ins System einzugeben, sobald der frühere Anschluss bzw. Port frei geworden ist. Natürlich bedeutet das in der Praxis, dass der eine Vertrag nicht nahtlos in den anderen übergeht. Vielmehr ist aus der Praxis bekannt, dass Kunden im Falle solch eines Wechsels zwischen einer und vier Wochen auf die Schaltung warten müssen, wenn weitere Komplikationen dazukommen auch länger. Für den, der beruflich auf einen DSL-Anschluss angewiesen ist das natürlich eine Katastrophe.
Wenn man nun umzieht und der Vormieter war bei einem ganz anderen Provider, dann ist es besonders wichtig, taggenau zu wissen, zu welchem Zeitpunkt der Vertrag des Vormieters ausläuft. Der neue Vertrag kann dann frühestens für einen Tag nach diesem Termin beauftragt werden. Wenn es hier zu Überschneidungen kommt, werden Verzögerungen eintreten.
Allgemein ist wichtig, dass man bei einem Providerwechsel nicht selbst beim bisherigen Anbieter kündigt, sondern dem neuen dafür eine Vollmacht erteilt. Sonst kann es einem passieren, dass man seine gewohnte Telefonnummer verliert. Aber selbst wenn man in einen neuen Ortsnetzbereich zieht, in den die alte Nummer ohnehin nicht mitgenommen werden kann, sollte immer der neue Provider mit allen nötigen Schritten betraut werden.
Wenn alles beim Providerwechsel klappt, kann es dennoch sein, dass man plötzlich ein langsameres DSL hat. Wie kann das sein, wenn man doch nach wie vor in der selben Wohnung wohnt? Das liegt an der DSL Dämpfung. Wer zu einem anderen Anbieter wechselt, wird unter Umständen auch von einer ganz anderen Vermittlungsstelle versorgt. Wenn diese weiter entfernt liegt, als die frühere, führt dies technisch zwingend zu Einbußen bei der Bandbreite.
Die Telekom verfügt z.B. über ein ordentliches Netz an Vermittlungsstellen oder örtlichen DSLAMs. Wenn man nun zu einem anderen Provider wechselt, kann es sein, dass dieser über eine nicht so gut ausgebaute Vermittlungstechnik verfügt und der Kunde daher an eine weit entfernt liegende Stelle angeschlossen wird. In diesem Falle kann man den neuen Provider auffordern, den Anschluss als Resale-Anschluss weiterzuführen. Dann landet man technisch gesehen wieder bei der Telekom, der Vertragspartner ist aber weiterhin der neue Provider.
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